Balancierelemente selbst bauen in KiTa, Schule & Co.

Zum Balancieren muss es für Kinder auch in der Kindertagesstätte oder auf dem Pausenhof nicht immer ein bearbeiteter und glatt geschliffener Holzbalken sein. Zum Beispiel können Bäume die aus Sicherheitsgründen gefällt werden müssen gleich vor Ort zu Balancierbalken oder ganzen Balancierstrecken umfunktioniert werden.

Je nach Größe und Durchmesser des verfügbaren Baumstamms eignet er sich, unter Umständen, nicht nur zum Balancieren, sondern auch als Sprunghinderniss, als Sitzgelegenheit oder gar zum Kraxeln.

Auf was muss ich achten, wenn wir Balancierelemente selbst bauen wollen?

  1. Die Nutzung des Elements (Balancieren, Klettern, Sitzen etc.) muss sicher möglich sein.
  2. Scharfe oder spitzige Kanten und vorstehende Holzteile müssen gerundet (Radius min. 3 mm) und abgeschliffen werden.
  3. Äste und Astansätze dürfen max. 2 cm vorstehen oder müssen im Durchmesser größer als 5 cm sein, um Augenhöhlenverletzungen zu vermeiden!
  4. Holzteile dürfen bei Belastung nicht plötzlich wegbrechen (z.B. lockere Rinde oder marode Äste).
  5. Der Stamm selbst darf nicht unerwartet wegrollen oder umkippen.

Wie befestige ich Balancierstämme am Boden?

Am einfachsten lassen sich liegende Baumstämme mit je vier langen Holzpflöcken gegen das Wegrollen sichern.

Schlage in der Nähe der Stammenden jeweils zwei Pflöcke leicht schräg, gegenüberliegend und etwas versetzt in den Boden. Die Pflöcke müssen dabei so eng am Stamm anliegen, dass sich dieser auch unter Belastung nicht mehr Bewegen lässt.

Je nach Form und Gewicht des Baumstamms ist eine zusätzliche Fixierung möglicherweise gar nicht nötig. Prüfe dies aber auf jeden Fall gründlich, bevor du den Stamm den Kindern zum Spielen überlässt! Im Zweifelsfall ist immer eine passend dimensionierte Bodenverankerung anzubringen.

3D-Schema-Visualiserung wie ein Balancierstamm mit je 4 Pflöcken am Boden gegen Wegrollen fixiert werden kann

Wie hoch darf ein selbstgebautes Balancierelement höchstens sein?

Bleibt die Fallhöhe unter 1,5 m ist Rasen als Fallschutz ausreichend. Vor allem bei stark frequentierten Spielplätzen in Kindergärten und Schulen spielt sich das Gras rund um die Baumstämme stark ab und man hat relativ schnell – zumindest stellenweise – nur noch blanke Erde um die Stämme. Daher sollte die maximale Fallhöhe unter 1 m bleiben, um der verringerten Stoßdämpfung des Bodens gerecht zu werden.

Du suchst sichere Balancierelemente aus Robinienholz nach DIN EN 1176?

Wir haben eine große Auswahl an passenden und kreativen Lösungen für deine Spielwelt – für jede Altersgruppe. Und auch individuelle Lösungen erarbeiten wir gerne mit dir.

Trenner-Grafik Ludimus einfach

Forschungsobjekt

Ein zurückgelassener oder bewusst platzierter Totholz-Stamm dient nicht nur zum Balancieren und Herumkraxln, er kann auch zum Forschungsobjekt werden. Desto weicher und maroder der Stamm wird, desto mehr wird er vom Balancierelement zum Labor: An ihm können zum Beispiel der stetige Holzverfall durch Abfallen der Rinde, Änderung der Zellstruktur oder das Auftauchen von Pilzen beobachtet und erlebt werden. Auch die Besiedelung durch Kleinlebewesen, wie Insekten und Schnecken kann spannend sein.

Ein paar Beispiele

stark maroder und zerfallener, dicker Baumstamm liegt auf einer Spielwiese im Schatten unter einem großen Baum